Polyesterpool = GFK-Pool · Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff Hersteller Größen Poolbau nach Bundesland

Was ein Pool im Jahr kostet

Zwischen 500 und 2.000 Euro pro Jahr, je nach Größe und Ausstattung. Die Spanne wirkt groß, lässt sich aber auf drei Posten zurückführen, von denen nur einer wirklich schwankt: Der Strom für die Filterpumpe ist berechenbar, Wasser und Chemie ändern sich kaum, und alles darüber hinaus entscheidet die Heizung.

Familie am Pool eines modernen Einfamilienhauses an einem Sommernachmittag
Abb. 1 - Fünf Monate Saison. Die laufenden Kosten verteilen sich fast vollständig auf diese Zeit.

Die Summe pro Saison

Die folgenden Werte gelten für die Saison von Mai bis September und für ein Becken der üblichen Größe zwischen 20 und 35 Kubikmetern.

PostenJe SaisonWovon es abhängt
Strom150 bis 800 €Laufzeit der Filterpumpe, Heizung, Beleuchtung
Wasser100 bis 200 €Verdunstung, Rückspülen, Gemeindetarif
Chemie100 bis 250 €Wassermenge, Sonneneinstrahlung, Nutzung

Tab. 1 - Laufende Kosten, Saison Mai bis September

Auffällig ist die Bandbreite beim Strom. Sie kommt nicht von der Filterpumpe, die in engen Grenzen läuft, sondern von der Frage, ob geheizt wird und ob eine Abdeckung vorhanden ist. Wer beides verneint, landet am unteren Rand.

Strom für die Filterpumpe

Dieser Posten lässt sich exakt ausrechnen. Eine übliche Umwälzpumpe zieht 0,5 Kilowatt und läuft acht Stunden am Tag. Über 150 Saisontage sind das 600 Kilowattstunden. Beim österreichischen Durchschnittspreis von 29 Cent je Kilowattstunde ergibt das rund 175 Euro.

Zwei Stellschrauben verändern diesen Wert deutlich. Die erste ist die Laufzeit: Als Faustregel gilt, dass das gesamte Beckenvolumen zweimal täglich umgewälzt werden soll. Wer eine überdimensionierte Pumpe hat, erreicht das in kürzerer Zeit und spart unmittelbar. Die zweite ist die Bauart. Eine drehzahlgeregelte Pumpe läuft länger, aber langsamer, und der Stromverbrauch sinkt überproportional, weil die Leistungsaufnahme mit der dritten Potenz der Drehzahl fällt.

Die Spanne des Strompreises selbst ist übrigens beachtlich: Zwischen 23 und 35 Cent je Kilowattstunde liegt für dieselbe Pumpe ein Unterschied von rund 70 Euro pro Saison. Ein Tarifwechsel wirkt hier stärker als jede Einstellung an der Anlage.

Wasser, einmalig und laufend

Wasserpreise sind in Österreich Gemeindesache und schwanken entsprechend. Für das reine Trinkwasser liegen sie meist zwischen 1,50 und 4,50 Euro je Kubikmeter; rechnet man das Abwasser dazu, sind 3 bis 8 Euro je Kubikmeter üblich. In Oberösterreich beträgt die Wasserbenützungsgebühr 2,27 Euro je Kubikmeter ohne Umsatzsteuer.

Die Erstbefüllung fällt einmalig an. Ein Becken von sechs mal drei Metern mit 1,5 Metern Tiefe fasst 27 Kubikmeter, was je nach Gemeinde 80 bis 220 Euro kostet. Wichtig ist dabei die Frage, ob die Gemeinde die Abwassergebühr erlässt: Wasser, das im Pool bleibt, gelangt nicht in den Kanal. Manche Gemeinden rechnen das über einen Zwischenzähler ab, andere nicht.

Im Betrieb kommen drei bis sechs Kubikmeter im Monat dazu. Der Verlust entsteht durch Verdunstung, durch mitgenommenes Wasser und vor allem durch das Rückspülen des Sandfilters, das je Vorgang mehrere hundert Liter kostet.

Chemie

Chlor, pH-Regulierung, Algenschutz und Flockungsmittel summieren sich auf 100 bis 250 Euro je Saison. Der Verbrauch hängt weniger an der Beckengröße als an der Sonneneinstrahlung: Freies Chlor zerfällt unter UV-Licht, ein unbeschattetes Becken braucht deshalb spürbar mehr.

Der zweite Faktor ist die Wasserqualität selbst. Wer den pH-Wert konsequent zwischen 7,0 und 7,4 hält, kommt mit deutlich weniger Chlor aus, weil dessen Wirksamkeit stark vom pH-Wert abhängt. Die günstigste Chemie ist die, die man wegen richtiger Werte nicht braucht.

Frau prüft am geöffneten Technikschacht die Anzeige der Filteranlage
Abb. 2 - Wer die Werte regelmäßig prüft, dosiert weniger nach.

Was Heizen wirklich kostet

Hier liegt das größte Missverständnis. Das Aufheizen selbst ist erstaunlich günstig: Um einen Kubikmeter Wasser um ein Grad zu erwärmen, braucht es 1,16 Kilowattstunden Wärme. Für 27 Kubikmeter und acht Grad sind das 250 Kilowattstunden Wärme. Eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 5 macht daraus 50 Kilowattstunden Strom, also rund 15 Euro.

Teuer wird nicht das Aufheizen, sondern das Halten. Ein Becken verliert Wärme über die Oberfläche, und zwar überwiegend durch Verdunstung. Jeder Liter, der verdunstet, nimmt die Verdunstungswärme mit. Deshalb kostet ein offenes Becken über die Saison ein Vielfaches dessen, was die Aufheizrechnung vermuten lässt.

Der größte Hebel

Eine Abdeckung senkt den Wärmeverlust um rund ein Drittel und wirkt gleich dreifach: Sie spart Heizenergie, sie spart Nachfüllwasser, weil weniger verdunstet, und sie spart Chemie, weil der Eintrag von Blättern und Pollen sinkt.

Damit ist sie der einzige Posten, bei dem eine Anschaffung die laufenden Kosten in allen drei Kategorien gleichzeitig senkt. Eine Solarfolie für 300 bis 800 Euro amortisiert sich bei beheiztem Becken innerhalb weniger Saisonen.

Mann zieht am Abend die Lamellenabdeckung über das Becken, ein Kind schaut zu
Abb. 3 - Die Abdeckung senkt Heizkosten, Wasserverlust und Chemieverbrauch zugleich.

Die Überwinterung

Ein GFK-Becken wird nicht entleert. Der Wasserdruck von innen hält dem Erddruck von außen die Waage; ein leeres Becken kann sich bei hohem Grundwasserstand heben oder verformen. Üblich ist, den Wasserspiegel unter die Einlaufdüsen abzusenken, die Leitungen zu entleeren und die Technik frostfrei zu lagern.

Kostenseitig fällt der Winter kaum ins Gewicht: Die Pumpe steht, geheizt wird nicht, und der Wasserverlust ist gering. Was bleibt, sind Überwinterungsmittel und der Aufwand, das Becken im Frühjahr wieder in Betrieb zu nehmen.

Was kostet ein Pool pro Monat?

Über die Saison gerechnet 100 bis 400 Euro im Monat, wobei sich die Kosten fast vollständig auf die fünf Monate von Mai bis September verteilen. Aufs ganze Jahr umgelegt sind es 40 bis 170 Euro monatlich.

Wie viel Strom braucht die Filterpumpe?

Eine übliche Pumpe mit 0,5 Kilowatt und acht Stunden täglicher Laufzeit kommt über 150 Saisontage auf 600 Kilowattstunden, das sind bei 29 Cent je Kilowattstunde rund 175 Euro. Eine drehzahlgeregelte Pumpe senkt diesen Wert deutlich, weil die Leistungsaufnahme mit der dritten Potenz der Drehzahl fällt.

Lohnt sich eine Abdeckung finanziell?

Ja, und zwar dreifach: Sie senkt den Wärmeverlust um rund ein Drittel, reduziert das Nachfüllwasser und den Chemieverbrauch. Eine Solarfolie kostet 300 bis 800 Euro und ist bei beheiztem Becken der wirksamste einzelne Posten.

Muss das Becken über den Winter leer sein?

Nein, im Gegenteil. Ein GFK-Becken bleibt gefüllt, weil der Wasserdruck von innen dem Erddruck von außen entgegenwirkt. Abgesenkt wird nur bis unter die Einlaufdüsen, die Leitungen werden entleert.

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