Das Becken überwintern
Die Überwinterung dauert einen Nachmittag und entscheidet darüber, ob im Frühjahr eine Reinigung ansteht oder eine Reparatur. Der wichtigste Punkt ist zugleich der, gegen den die Intuition am stärksten spricht: Das Becken bleibt gefüllt.

Nicht entleeren
Ein leeres Becken im Erdreich hat zwei Gegner. Der eine ist der Erddruck von außen, dem sonst der Wasserdruck von innen die Waage hält. Der andere ist Grundwasser: Steigt es an, wirkt es auf die leere Wanne wie auf einen Bootsrumpf und hebt sie an.
Deshalb wird der Wasserspiegel nur abgesenkt, üblicherweise bis unter die Einlaufdüsen und den Skimmer. Damit sind die Öffnungen frei von Wasser, das gefrieren könnte, und das Becken behält trotzdem den größten Teil seiner Füllung.
Der richtige Zeitpunkt
Eingewintert wird, wenn die Wassertemperatur dauerhaft unter etwa zehn Grad liegt - nicht früher. In kaltem Wasser wächst kaum noch etwas, die Überwinterungsmittel halten dann bis zum Frühjahr. Wer im September einwintert, während das Wasser noch zwanzig Grad hat, hat im Oktober trübes Wasser unter der Abdeckung.
Umgekehrt gilt: vor dem ersten Frost. Ein Frostschaden entsteht nicht am Becken selbst, sondern an Leitungen, Pumpe und Filter, in denen Wasser steht.
Die Arbeiten der Reihe nach
- Gründlich reinigen. Boden absaugen, Wände abbürsten, Wasserlinie abwischen. Was im Herbst liegen bleibt, hat bis April Zeit, sich festzusetzen.
- Wasserwerte einstellen. pH auf 7,0 bis 7,4 bringen und ein letztes Mal desinfizieren, dann das Überwinterungsmittel zugeben.
- Wasserstand absenken bis unter Skimmer und Einlaufdüsen.
- Leitungen entleeren. Alle Rohre zwischen Becken und Technik, dazu Pumpe und Filterbehälter. Kugelhähne bleiben offen, damit kein Restwasser eingeschlossen wird.
- Technik ausbauen. Was nicht frostsicher ist, kommt in den Keller: Pumpe, Steuerung, Messgeräte, Dosieranlage.
- Frostschutz einsetzen. Ein Stopfen im Skimmer oder ein Schwimmkörper nimmt den Druck auf, wenn die Restfeuchte gefriert.
- Abdecken. Zum Schluss die Winterabdeckung auflegen und spannen.

Die Abdeckung
Die Winterabdeckung hält Laub, Schmutz und Licht draußen. Licht ist dabei wichtiger, als es klingt: Ohne Licht wächst kein Algenbelag, und das Wasser bleibt bis zum Frühjahr in einem Zustand, der eine normale Inbetriebnahme erlaubt statt einer Grundreinigung.
Wer eine Rollladenabdeckung hat, kann sie auch im Winter nutzen, sollte aber die Schneelast im Blick behalten. Reine Sommerabdeckungen wie Solarfolien sind für den Winter nicht gedacht.

Die Inbetriebnahme im Frühjahr
Im Frühjahr läuft alles rückwärts: Abdeckung abnehmen und reinigen, Wasserstand auffüllen, Technik einbauen, Anlage entlüften und starten. Danach werden die Wasserwerte eingestellt - erst der pH-Wert, dann die Desinfektion.
Sinnvoll ist eine Stoßchlorung zu Saisonbeginn, um das über den Winter angesammelte Keimmaterial zu erledigen. Danach genügt der normale Rhythmus. Wer im Herbst ordentlich eingewintert hat, ist an einem Vormittag fertig.
Muss der Pool über den Winter leer sein?
Nein, im Gegenteil. Ein leeres Becken hält dem Erddruck nichts entgegen und kann bei steigendem Grundwasser aufschwimmen. Der Wasserstand wird nur bis unter Skimmer und Einlaufdüsen abgesenkt.
Wann wintere ich den Pool ein?
Wenn die Wassertemperatur dauerhaft unter etwa zehn Grad liegt, aber vor dem ersten Frost. Zu früh eingewintert, wächst unter der Abdeckung noch etwas; zu spät, drohen Frostschäden an Leitungen und Pumpe.
Was passiert, wenn Wasser in der Leitung gefriert?
Es dehnt sich aus und sprengt die Leitung. Der Schaden fällt erst im Frühjahr auf, wenn die Anlage anläuft - und die Leitung liegt dann unter der fertigen Terrasse. Deshalb werden alle Rohre entleert und die Kugelhähne offen gelassen.