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Die Wärmepumpe am Pool
Eine Wärmepumpe verlängert die Badesaison um mehrere Wochen an beiden Enden. Als Faustregel für die Leistung gilt ein Fünftel bis ein Viertel des Beckenvolumens in Kilowatt. Sie ist damit die Anschaffung, die den Nutzen eines Beckens am stärksten steigert - und zugleich diejenige, bei der am meisten falsch dimensioniert wird.
Der Grund liegt in einem Missverständnis über die Physik. Wasser aufzuheizen ist billig: Ein Kubikmeter braucht 1,16 Kilowattstunden Wärme je Grad Temperaturerhöhung. Ein Becken mit 27 Kubikmetern um acht Grad zu erwärmen kostet damit rund 250 Kilowattstunden Wärme, bei einer Jahresarbeitszahl von 5 also etwa 50 Kilowattstunden Strom.
Teuer ist das Halten der Temperatur. Ein Becken verliert Wärme überwiegend durch Verdunstung, und jeder Liter, der verdunstet, nimmt viel Energie mit. Deshalb entscheidet nicht die Wärmepumpe über die Heizkosten, sondern die Abdeckung: Sie senkt den Verlust um rund ein Drittel und ist damit der Posten, ohne den sich keine Heizung rechnet.
Für das Becken selbst gilt eine Grenze: Herkömmliche GFK-Laminate sind nicht für dauerhaft über 28 Grad Wassertemperatur ausgelegt, weil Wärme die Osmosebildung begünstigt. Wer ganzjährig wärmer baden will, braucht ein Becken mit Vinylesterschicht.
Auf einen Blick
- Faustregel Leistung
- 1/5 bis 1/4 des Volumens
- 30 m³ Becken
- rund 7 kW
- Energie je m³ und Grad
- 1,16 kWh
- Abdeckung spart
- rund 30 % Leistung
- Anschaffung
- 2.600 bis 14.200 €
- Grenze GFK-Becken
- 28 °C dauerhaft
Dimensionieren
Als Faustregel gilt ein Fünftel bis ein Viertel des Beckenvolumens in Kilowatt - vorausgesetzt, es gibt eine Abdeckung.
Aufstellen
Freistehend mit Abstand zur Wand, auf festem Sockel, mit Ablauf für das Kondensat und Luft nach allen Seiten.
Anschließen
Über einen Bypass mit drei Kugelhähnen, damit sich die Durchflussmenge einstellen und das Gerät abtrennen lässt.
Aufheizen
Ein Kubikmeter Wasser braucht 1,16 Kilowattstunden Wärme je Grad. Der Rest ist eine Frage der Geduld.
Halten
Die eigentliche Arbeit. Ohne Abdeckung geht der größte Teil der Wärme über die Oberfläche wieder verloren.

Die vier Themen

Größe berechnen
Heizleistung, Aufheizzeit und Stromkosten für Ihr Volumen.

Anschließen
Bypass, Verrohrung, Kondensat und der richtige Standort.

Inverter
Warum Teillast leiser und sparsamer ist als An und Aus.

Abdeckung
Der Posten, der die Heizung erst wirtschaftlich macht.
Wie groß muss die Wärmepumpe für meinen Pool sein?
Als Faustregel gilt bei abgedecktem Becken eine Heizleistung von einem Fünftel bis einem Viertel des Beckenvolumens in Kilowatt - für 30 Kubikmeter also rund 7 Kilowatt. Ohne Abdeckung liegt der Bedarf etwa 40 Prozent höher.
Was kostet das Heizen mit einer Wärmepumpe?
Das Aufheizen ist günstig: 27 Kubikmeter um acht Grad brauchen rund 250 Kilowattstunden Wärme, bei einer Jahresarbeitszahl von 5 also etwa 50 Kilowattstunden Strom für rund 15 Euro. Der laufende Betrieb hängt fast vollständig davon ab, ob eine Abdeckung vorhanden ist.
Kann ich mein GFK-Becken auf 30 Grad heizen?
Nur mit einem Becken aus Vinylesterlaminat. Herkömmliche GFK-Becken sind nach Herstellerangaben nicht für dauerhaft über 28 Grad ausgelegt, weil Wärme die Osmosebildung begünstigt.