Aushub und Untergrund
Die Grube ist der einzige Teil des Projekts, den niemand nachbessern kann, sobald das Becken darin steht. Sie entscheidet über die Lage, über die Dichtheit der Anschlüsse und darüber, ob das Becken in zehn Jahren noch spannungsfrei sitzt.

Das Aushubmaß
Zu jedem Becken liefert der Hersteller ein eigenes Aushubmaß mit. Es ist größer als das Becken selbst, weil ringsum Arbeitsraum für die Verfüllung bleiben muss und die Grubenwände geböscht werden. Wer nach Beckenmaß gräbt, hat am Liefertag ein Becken, das nicht hineinpasst, oder keinen Platz zum Verfüllen.
Die Tiefe richtet sich nach der Beckenhöhe plus dem Planum darunter plus der gewünschten Höhe des Beckenrands über dem Gelände. Der letzte Punkt wird oft zu spät bedacht: Soll der Rand bündig mit der Terrasse abschließen, muss die Grube entsprechend tiefer werden.
Das Planum
Auf die Grubensohle kommt eine Tragschicht, üblich ist eine Lage Schotter der Körnung 8/16, rund 10 Zentimeter stark, sauber abgezogen und in Waage. Verdichtet wird diese Schicht bei vielen Herstellern ausdrücklich nicht, damit sie sich beim Aufsetzen des Beckens noch an dessen Boden anlegen kann.
Entscheidend ist die Ebenheit. Eine Unebenheit von wenigen Millimetern verteilt sich über sechs Meter Beckenlänge zu einer sichtbaren Schieflage an der Wasserlinie. Deshalb wird das Planum nicht nach Augenmaß abgezogen, sondern mit Latte und Wasserwaage oder Nivelliergerät.

Was der Boden verrät
Beim Ausheben wird sichtbar, womit man es zu tun hat. Kiesiger, gewachsener Boden ist der Idealfall: tragfähig und wasserdurchlässig. Lehm und Ton sind das Gegenteil - sie halten Wasser, quellen und schwinden mit der Feuchtigkeit und üben dadurch wechselnden Druck auf die Beckenwand aus.
Bei bindigen Böden empfehlen Einbauanleitungen eine dickere Tragschicht: rund 20 Zentimeter gut verdichteter grobkörniger Sand und zusätzlich ein Drainageband. Fels bedeutet zwar hohe Aushubkosten, ist aber als Untergrund unproblematisch.

Grundwasser und Drainage
Steht Grundwasser hoch an, wird eine Drainage mit Drainschacht nötig, aus dem das Wasser abgepumpt werden kann. Der Grund ist Auftrieb: Ein leeres Becken im Grundwasser verhält sich wie ein Bootsrumpf und hebt sich an.
Daraus folgt die wichtigste Regel des ganzen Einbaus: Das Becken bleibt nach dem Einsetzen nie ohne Wasser. Auch beim späteren Überwintern wird der Wasserspiegel nur abgesenkt, nicht das Becken entleert.
Wohin mit dem Aushub
Ein Becken von sechs mal drei Metern und 1,5 Metern Tiefe erzeugt inklusive Böschung und Arbeitsraum rund 40 bis 50 Kubikmeter Aushub. Das sind mehrere Lkw-Ladungen, die entweder auf dem Grundstück modelliert oder abgefahren und entsorgt werden müssen.
Der Abtransport ist ein eigener Kostenpunkt, den viele Angebote getrennt ausweisen oder ganz auslassen. Wer den Aushub im Garten unterbringen kann, spart hier spürbar - vorausgesetzt, die Modellierung ist gewollt und nicht bloß ein Erdhügel, um den man ein Jahr später herumgeht.
Wie groß muss die Poolgrube sein?
Nach dem Aushubmaß des Herstellers, das jedem Becken beiliegt. Es ist ringsum größer als das Becken, weil Arbeitsraum für die Verfüllung und geböschte Grubenwände nötig sind.
Welcher Untergrund kommt unter das Becken?
Üblich sind rund 10 Zentimeter Schotter der Körnung 8/16, abgezogen und in Waage, bei vielen Herstellern ausdrücklich unverdichtet. Bei Lehm oder Grundwassergefahr rund 20 Zentimeter verdichteter Grobsand und ein Drainageband.
Was tun bei hohem Grundwasser?
Eine Drainage mit Drainschacht setzen, aus dem abgepumpt werden kann. Und das Becken nach dem Einsetzen nie ohne Wasser lassen, weil es sonst aufschwimmt.
Wie viel Aushub fällt an?
Bei einem Becken von sechs mal drei Metern rund 40 bis 50 Kubikmeter inklusive Böschung. Der Abtransport ist ein eigener Kostenpunkt und in vielen Angeboten nicht enthalten.