Polyesterpool = GFK-Pool · Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff Hersteller Größen Poolbau nach Bundesland

Die Filteranlage auslegen

Die Filteranlage ist das einzige Bauteil am Pool, das jeden Tag mehrere Stunden arbeitet. Ihre Größe folgt aus einer Rechnung mit zwei Zahlen, und wer sie kennt, erkennt in jedem Angebot binnen Sekunden, ob die Anlage zum Becken passt.

Sandfilteranlage mit Mehrwegeventil, Umwälzpumpe und sichtbarem Manometer
Abb. 1 - Sandfilter, Mehrwegeventil und Pumpe: der Kern jeder Poolanlage.

Die Formel

Das gesamte Beckenwasser soll in etwa acht Stunden zweimal umgewälzt werden. Daraus ergibt sich die nötige Pumpenleistung:

Beckenvolumen in m³ × 2 ÷ 8 = Umwälzleistung in m³/h

Ein Becken mit 48 Kubikmetern braucht danach 12 Kubikmeter je Stunde. Für die üblichen 27 Kubikmeter eines Beckens von sechs mal drei Metern sind es knapp 7 Kubikmeter je Stunde.

Die Anlage läuft dabei in der Hauptsaison rund acht Stunden täglich, idealerweise tagsüber, wenn das Becken genutzt wird und die Sonne die Chlorzehrung antreibt.

Die Pumpe

Wer einen Bodensauger oder Poolroboter über die Anlage betreiben will, sollte mindestens 6 Kubikmeter je Stunde einplanen - darunter reicht der Sog nicht. Im Zweifel ist eine leicht größere Anlage die bessere Wahl, weil sie die Umwälzung in kürzerer Zeit schafft.

Der Stromverbrauch steigt dabei nicht proportional zur Leistung, sondern stärker: Die Leistungsaufnahme wächst etwa mit der dritten Potenz der Drehzahl. Genau daraus zieht eine drehzahlgeregelte Pumpe ihren Vorteil - sie läuft länger und langsamer und verbraucht dabei deutlich weniger als eine Pumpe, die kurz und schnell läuft.

Was in den Filter gehört

In den Kessel kommt Filterquarzsand mit einer Körnung zwischen 0,6 und 1,2 Millimetern. Spielsand ist ungeeignet: Er ist zu fein, verbackt und setzt den Filter zu.

Die Filtergeschwindigkeit - also wie schnell das Wasser durch das Sandbett strömt - sollte im Betrieb zwischen 20 und 30 Metern je Stunde liegen. Zu schnell bedeutet, dass feine Partikel durchgehen; zu langsam bedeutet, dass die Anlage zu groß dimensioniert wurde.

Geöffneter Sandfilterbehälter mit Blick auf das Filterbett aus Quarzsand
Abb. 2 - Filterquarzsand mit 0,6 bis 1,2 Millimetern Körnung, kein Spielsand.

Rückspülen

Mit der Zeit setzt sich das Filterbett zu, der Widerstand steigt und das Manometer zeigt es an. Rückgespült wird, wenn der Druck 0,3 bis 0,5 bar über dem Wert nach der letzten Rückspülung liegt - in der Praxis etwa alle ein bis zwei Wochen.

Beim Rückspülen läuft das Wasser rückwärts durch den Filter und trägt den Schmutz in den Ablauf. Danach folgt immer ein kurzes Nachspülen, damit sich das Bett wieder setzt und kein aufgewirbelter Sand ins Becken gelangt.

Jeder Vorgang kostet mehrere hundert Liter Wasser. Das ist der Hauptgrund, warum über die Saison drei bis sechs Kubikmeter im Monat nachgefüllt werden.

Manometer am Filterkessel, der Zeiger steht im grünen Bereich
Abb. 3 - Steigt der Druck um 0,3 bis 0,5 bar, ist es Zeit zum Rückspülen.

Sandwechsel

Der Filtersand nutzt sich ab: Die Körner werden runder und verlieren die Kanten, an denen sich Schmutz fängt. Getauscht wird alle drei bis fünf Jahre. Das ist Handarbeit - der alte Sand muss aus dem Kessel, und ein 500-Millimeter-Filter fasst rund 100 Kilogramm.

Ein Hinweis darauf, dass der Wechsel fällig ist: Das Wasser wird trüb, obwohl Werte und Umwälzung stimmen, und Rückspülen bringt nur kurz Besserung.

Kartusche, Glas oder Sand

Filterglas ersetzt den Sand bei gleicher Technik, hält länger und filtert etwas feiner, kostet aber mehr in der Anschaffung. Kartuschenfilter kommen ohne Rückspülen aus und sparen dadurch Wasser, verlangen aber regelmäßiges Reinigen oder Ersetzen der Kartusche und sind bei größeren Becken die schwächere Lösung.

Für ein eingebautes Becken der üblichen Größe bleibt der Sandfilter die naheliegende Wahl: robust, günstig im Verbrauchsmaterial und in jedem Fachhandel zu bekommen.

Wie groß muss die Sandfilteranlage sein?

Beckenvolumen mal zwei, geteilt durch acht - das ergibt die nötige Umwälzleistung in Kubikmetern je Stunde. Ein 48-Kubikmeter-Becken braucht 12 m³/h, ein Becken von sechs mal drei Metern knapp 7 m³/h.

Welcher Sand kommt in den Filter?

Filterquarzsand mit einer Körnung zwischen 0,6 und 1,2 Millimetern. Spielsand ist ungeeignet, weil er zu fein ist, verbackt und den Filter zusetzt.

Wann muss ich rückspülen?

Wenn der Druck am Manometer 0,3 bis 0,5 bar über dem Wert nach der letzten Rückspülung liegt, in der Praxis etwa alle ein bis zwei Wochen. Danach immer kurz nachspülen.

Wie oft wird der Filtersand gewechselt?

Alle drei bis fünf Jahre. Filterglas hält länger. Ein Zeichen für den fälligen Wechsel ist trübes Wasser trotz korrekter Werte, bei dem Rückspülen nur kurz hilft.

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