Polyesterpool = GFK-Pool · Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff Hersteller Größen Poolbau nach Bundesland

Der Technikschacht

Der Technikschacht ist der unspektakulärste Teil des Projekts und derjenige, der über zwanzig Jahre täglich mitarbeitet. Wo er steht, entscheidet über den Stromverbrauch der Pumpe, über die Lautstärke im Garten und darüber, wie gern man im Frühjahr die Wartung erledigt.

Technikschacht mit Sandfilter, Pumpe, Verteilerbatterie und beschriftetem Schaltkasten
Abb. 1 - Sandfilter, Pumpe, Verteilerbatterie und Schaltkasten auf engem Raum.

Die Lage entscheidet

Je näher der Schacht am Becken liegt, desto kürzer die Rohrwege - und desto weniger Widerstand muss die Pumpe überwinden. Das ist kein einmaliger Vorteil, sondern einer, der über jede Betriebsstunde der nächsten zwanzig Jahre wirkt. Der Strom für die Umwälzung ist mit rund 175 Euro je Saison bei 29 Cent je Kilowattstunde der größte laufende Posten.

Dagegen steht die Lautstärke. Eine Pumpe ist nicht laut, aber hörbar, und wer sie unter der Terrasse hat, hört sie acht Stunden am Tag. Ein Kompromiss ist der Schacht auf der beckenabgewandten Seite, wenige Meter entfernt und mit gedämmtem Deckel.

Der dritte Faktor ist die Höhe. Liegt die Pumpe unter dem Wasserspiegel des Beckens, läuft ihr das Wasser von selbst zu und sie muss nicht ansaugen. Das ist der Regelfall beim eingegrabenen Schacht und einer der Gründe, warum er dem Aufstellen im Gartenhaus vorgezogen wird.

Größe und Zugang

Hineinpassen müssen Filterbehälter, Pumpe, Verteilerbatterie und Schaltkasten - und ein Mensch, der daran arbeitet. Ein Schacht, in dem man den Filterdeckel nicht abnehmen kann, ohne sich zu verrenken, ist zu klein geplant. Der Sandwechsel alle paar Jahre braucht zusätzlich Platz zum Ausheben des Sandes.

Wichtig sind außerdem Entwässerung und Belüftung: Im Schacht sammelt sich Kondens- und Tropfwasser, und ein dauerhaft feuchter Raum setzt der Elektrik zu. Ein Bodenablauf oder eine Pumpensumpf-Lösung gehört dazu.

Druck- und Saugleitung parallel im Sandbett, daneben ein Kabelleerrohr
Abb. 2 - Druck- und Saugleitung parallel im Sandbett, daneben das Kabelleerrohr.

Die Verrohrung

Zwischen Becken und Schacht liegen mindestens zwei Leitungen: die Saugleitung vom Skimmer und vom Bodenablauf zur Pumpe, die Druckleitung von der Filteranlage zurück zu den Einlaufdüsen. Beide werden im Sandbett verlegt, damit kein Stein an der Leitung liegt.

Was fast immer vergessen wird und später teuer nachzuholen ist: ein Leerrohr für Kabel. Beleuchtung, Steuerung, Sensoren, später vielleicht eine Wärmepumpe - alles davon braucht eine Leitung, und keine dieser Ideen ist beim Verfüllen der Grube schon konkret. Ein Leerrohr kostet beim Bau ein paar Euro und beim Nachrüsten die halbe Terrasse.

Skimmer oder Überlaufrinne

Der Skimmer ist die verbreitete Lösung: eine Klappe in der Beckenwand, hinter der ein Siebkorb das Oberflächenwasser abzieht. Er ist günstig, bewährt und kostet 500 bis 1.400 Euro samt Einlaufdüsen. Der Wasserspiegel steht dabei einige Zentimeter unter dem Beckenrand.

Die Überlaufrinne führt das Wasser rundum über die Kante in eine Rinne und von dort in einen Ausgleichsbehälter. Das sieht besser aus, reinigt die Oberfläche gleichmäßiger und kostet deutlich mehr - der Behälter, die zusätzliche Technik und die präzise Ausführung der Kante schlagen durch.

Skimmer in der Beckenwand mit geöffneter Klappe und sichtbarem Siebkorb
Abb. 3 - Der Skimmer zieht das Oberflächenwasser ab, dort sammelt sich der Schmutz.

Der Elektroanschluss

Pumpe, Steuerung und Beleuchtung brauchen eine eigene Zuleitung mit Fehlerstromschutzschalter. Diese Arbeiten gehören zwingend zum Elektriker - nicht aus Vorsicht, sondern weil Wasser und Strom hier ohne Puffer aufeinandertreffen und ein Fehler nicht auffällt, bevor jemand im Wasser steht.

Sinnvoll ist es, die Zuleitung großzügiger auszulegen als für die aktuelle Technik nötig. Eine Wärmepumpe, die zwei Jahre später dazukommt, zieht deutlich mehr als die Filterpumpe, und ein zweites Kabel durch den fertigen Garten zu ziehen ist die teuerste Art, sich das zu sparen.

Wie weit darf der Technikschacht vom Pool entfernt sein?

Technisch sind einige Meter unproblematisch, wirtschaftlich zählt jeder Meter: Längere Rohrwege bedeuten mehr Reibungswiderstand und damit über zwanzig Jahre spürbar mehr Strom für die Umwälzung. Üblich sind wenige Meter auf der beckenabgewandten Seite, damit die Pumpe nicht an der Terrasse zu hören ist.

Was kostet die Pooltechnik?

Für ein Becken von acht mal vier Metern summieren sich Sandfilteranlage und Pumpe auf 1.400 bis 4.400 Euro, Skimmer und Einlaufdüsen auf 500 bis 1.400 Euro, Verrohrung und Material auf 900 bis 3.500 Euro sowie Steuerung und Installation auf 1.100 bis 3.200 Euro.

Skimmer oder Überlaufrinne?

Der Skimmer ist die günstige, bewährte Lösung mit dem Wasserspiegel einige Zentimeter unter dem Rand. Die Überlaufrinne sieht besser aus und reinigt gleichmäßiger, braucht aber einen Ausgleichsbehälter und mehr Technik. Die Entscheidung fällt beim Beckenmodell, weil die Öffnungen ab Werk laminiert sind.

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