Kran und Anlieferung
Ein Fertigbecken kommt in einem Stück. Diese Eigenschaft ist sein größter Vorteil und seine einzige harte Grenze: Was nicht bis zur Grube gehoben werden kann, wird dort auch nicht eingebaut. Die Prüfung dauert eine halbe Stunde und gehört an den Anfang jeder Planung.

Die Zufahrt
Zwei Fahrzeuge müssen ans Grundstück: der Tieflader mit dem Becken und der Autokran. Der Tieflader braucht Länge und Kurvenradien, der Kran vor allem einen tragfähigen Standplatz mit Platz für die ausgefahrenen Abstützungen. Diese Abstützungen sind der Punkt, den Bauherren regelmäßig übersehen - sie greifen deutlich weiter aus als die Fahrzeugbreite.
Zu prüfen sind: Fahrbahnbreite und Engstellen, Höhe von Toren, Leitungen und Ästen, Tragfähigkeit von Gehsteig und Einfahrt sowie die Frage, ob eine kurzfristige Straßensperre nötig wird. Letzteres ist in Ortskernen der Regelfall und wird bei der Gemeinde beantragt.

Ausladung und Traglast
Die entscheidende Größe heißt Ausladung: der waagrechte Abstand zwischen Kranmitte und dem Punkt, an dem die Last hängen soll. Je größer dieser Abstand, desto weniger darf die Last wiegen. Ein Kran, der neben dem Fahrzeug 50 Tonnen hebt, schafft bei 20 Metern Ausladung oft nur noch einen Bruchteil davon.
Für die Anfrage beim Kranunternehmen braucht es deshalb immer beide Angaben: Gewicht des Beckens und Entfernung von der möglichen Aufstellfläche bis zur Grubenmitte. Wer nur das Gewicht nennt, bekommt ein Angebot, das am Einsatztag nicht passt.
Ein Becken von sechs mal drei Metern wiegt je nach Aufbau einige hundert Kilogramm - für den Kran ist das wenig. Dimensioniert wird er fast nie über das Gewicht, sondern über die Reichweite.
Was der Kran kostet
| Position | Kosten | Anmerkung |
|---|---|---|
| Autokran, Tagessatz | 500 bis 2.000 € | inklusive Kranführer, je nach Tragkraft |
| Klasse 30 bis 50 Tonnen | 600 bis 900 € | die übliche Größe für ein Fertigbecken |
| Stundeneinsatz | 80 bis 250 € | Mindestbuchung meist 4 Stunden |
| An- und Abfahrt | 2 bis 4 € je km | kommt zum Einsatz dazu |
Tab. 1 - Richtwerte für Österreich, abgerufen 10.08.2026
Für den Einsatz selbst sind wenige Stunden zu veranschlagen. Teuer wird es, wenn der Kran wartet: weil die Grube noch nicht fertig ist, weil das Planum nicht stimmt oder weil der Tieflader im Stau steht. Wartezeit wird berechnet.

Der Ablauf am Liefertag
Der Kran stellt sich auf und stützt ab, der Tieflader positioniert sich in Reichweite. Das Becken wird an Gurten angeschlagen, angehoben, über das Hindernis geführt und langsam in die Grube abgesenkt. Zwei Personen führen es dabei an Seilen, damit es nicht pendelt.
Der eigentliche Hub dauert Minuten. Die Zeit davor geht für Aufstellen und Abstützen drauf, die Zeit danach für das Ausrichten des Beckens - und genau dafür sollte der Kran noch da sein, weil sich ein Becken am Haken leichter korrigieren lässt als eines, das schon sitzt.
Wenn es nicht geht
Bleibt die Zufahrt zu eng oder findet sich kein Kranstandplatz, endet der Weg zum Fertigbecken. Die Alternativen entstehen dann vor Ort: ein Becken aus Polypropylen, das aus Platten verschweißt wird, oder ein Folienbecken auf Styroporsteinen. Beide kommen in Einzelteilen durch jede Gartentür.
Diese Entscheidung fällt besser vor der Bestellung als danach. Ein Fachbetrieb sieht bei der Besichtigung in wenigen Minuten, ob ein Kraneinsatz möglich ist - und diese Besichtigung kostet in der Regel nichts.
Was kostet der Kran beim Pooleinbau?
In Österreich liegen Autokrane bei 500 bis 2.000 Euro je Tag inklusive Kranführer, für die übliche Klasse von 30 bis 50 Tonnen bei 600 bis 900 Euro. Dazu kommen 2 bis 4 Euro je Kilometer An- und Abfahrt. Bei Stundeneinsätzen sind 80 bis 250 Euro üblich, mit vier Stunden Mindestbuchung.
Wie weit kann ein Kran das Becken heben?
Das hängt von der Ausladung ab, also vom waagrechten Abstand zwischen Kran und Grube. Mit wachsender Entfernung sinkt die Traglast deutlich. Bei der Anfrage immer Gewicht und Entfernung angeben, sonst passt das Angebot am Einsatztag nicht.
Was tun, wenn kein Kran zum Grundstück kommt?
Dann fällt das Fertigbecken aus. Möglich bleiben Becken, die vor Ort entstehen: Polypropylen wird aus Platten verschweißt, ein Folienbecken auf Styroporsteinen gemauert. Beide kommen in Einzelteilen durch jede Gartentür.