Polyesterpool = GFK-Pool · Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff Hersteller Größen Poolbau nach Bundesland

Die Form des Beckens

Bei einem Fertigbecken wird keine Form entworfen, sondern eine ausgewählt. Das klingt nach einer Einschränkung und ist meistens keine - die entscheidende Frage ist ohnehin nicht der Umriss, sondern wo die Treppe sitzt.

Rechteckiges Becken mit römischer Treppe an der Stirnseite
Abb. 1 - Rechteck mit römischer Treppe an der Stirnseite: die häufigste Kombination.

Was zur Wahl steht

Die Werksprogramme teilen sich grob in zwei Gruppen: rechteckige Becken mit geraden Kanten und Modelle mit geschwungenen oder abgerundeten Umrissen. Dazwischen liegen Varianten mit abgerundeten Ecken, die den geraden Grundriss beibehalten, aber weicher wirken.

Anders als beim vor Ort gebauten Becken lässt sich der Umriss nicht verändern. Wer eine bestimmte Geometrie braucht - einen Winkel, eine Verjüngung, eine Anpassung an eine schräge Grundgrenze -, kommt zu Polypropylen oder Folie, die beide vor Ort entstehen.

Das Rechteck

Es ist die häufigste Wahl, und das aus praktischen Gründen. Ein rechteckiges Becken nutzt eine rechteckige Gartenfläche am besten aus, es lässt sich mit einer geraden Terrassenkante bündig setzen, und alle Abdeckungen von der Solarfolie bis zum Unterflurrollo passen ohne Sonderanfertigung darauf.

Der letzte Punkt wird selten mitbedacht und wird teuer, wenn er fehlt: Eine Rollladenabdeckung für ein geschwungenes Becken ist entweder nicht möglich oder eine Maßanfertigung.

Freiform

Geschwungene Becken wirken in naturnah gestalteten Gärten stimmiger und nehmen einer strengen Architektur die Härte. Sie kosten dabei nicht mehr als ein Rechteck derselben Größe, weil beide aus derselben Art Form kommen.

Zu bedenken sind drei Dinge: Abdeckungen werden schwierig, die Reinigung dauert etwas länger, weil Rundungen mehr Bahnen mit dem Sauger brauchen, und die nutzbare Schwimmfläche ist bei gleicher Grundfläche kleiner - eine Bahn braucht eine Gerade.

Freiform-Becken mit geschwungener Kante in einem naturnahen Garten
Abb. 2 - Freiform in einem naturnahen Garten: stimmig, aber schwer abzudecken.

Die Treppe entscheidet

Die Treppenlage beeinflusst die nutzbare Fläche stärker als der Umriss. Drei Varianten sind üblich:

  • Römische Treppe über die ganze Stirnseite, meist halbrund. Bequem, großzügig, beliebt bei Kindern - und der größte Flächenverbrauch.
  • Ecktreppe in einer Ecke, oft asymmetrisch. Der beste Kompromiss: bequem genug, kostet aber deutlich weniger Wasserfläche.
  • Leiter statt Treppe. Spart die meiste Fläche, ist aber für Kinder und ältere Menschen unbequem und für längeres Sitzen im Wasser unbrauchbar.

Bei kleinen Becken ist diese Entscheidung die wichtigste überhaupt. Eine römische Treppe in einem Becken von 4,50 Metern nimmt einen erheblichen Teil des Wassers weg - was sich auch im Volumen im Datenblatt zeigt.

Halbrunde Stufen einer römischen Treppe unter Wasser mit Edelstahlhandlauf
Abb. 3 - Die römische Treppe ist bequem und kostet Fläche.

Sitzbank und Flachwasser

Viele Modelle haben eine Sitzbank entlang einer Seite oder in einer Ecke. Sie ist der Ort, an dem im Becken tatsächlich Zeit verbracht wird, und sie ist zugleich die Stelle, an der Massagedüsen sinnvoll sind - falls diese geplant werden, dann von Anfang an, weil die Öffnungen ab Werk laminiert werden.

Einzelne Modelle bieten eine integrierte Flachwasserzone. Für Familien mit kleinen Kindern ist das der praktischste Zusatz überhaupt: Er verlängert die Jahre, in denen das Becken für alle nutzbar ist.

Wenn nichts passt

Bleibt kein Modell übrig, das zum Grundstück passt, ist das kein Grund zum Kompromiss beim Maß. Ein Becken, das eigentlich zu groß ist und deshalb schlecht sitzt, ärgert länger als der Mehraufwand für eine andere Bauweise. Polypropylen und Folie entstehen vor Ort und lassen sich in Form, Länge und Tiefenverlauf frei planen.

Welche Poolform ist die praktischste?

Das Rechteck: Es nutzt eine rechteckige Gartenfläche am besten aus, lässt sich bündig zur Terrasse setzen, und alle Abdeckungen passen ohne Sonderanfertigung darauf.

Welche Treppe ist die richtige?

Die Ecktreppe ist meist der beste Kompromiss - bequem genug und deutlich flächensparender als eine römische Treppe über die ganze Stirnseite. Bei kleinen Becken ist diese Entscheidung die wichtigste, weil die Treppe dort einen erheblichen Teil des Wassers wegnimmt.

Kostet eine Freiform mehr als ein Rechteck?

Nein, beide kommen aus derselben Art Form. Teurer wird es erst bei der Abdeckung: Für geschwungene Becken sind Rollladenabdeckungen entweder nicht möglich oder eine Maßanfertigung.

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