Das Becken reinigen
Der größte Teil der Reinigung passiert von selbst, solange die Umwälzung läuft und der Skimmer frei ist. Was von Hand dazukommt, sind wenige Minuten pro Woche - und ein Verständnis dafür, dass Schmutz, der einmal am Boden liegt, deutlich mehr Arbeit macht als Schmutz, der noch schwimmt.

Was wie oft
| Arbeit | Rhythmus | Warum |
|---|---|---|
| Oberfläche abkeschern | täglich bis wöchentlich | Blätter sinken sonst ab und zersetzen sich |
| Skimmerkorb leeren | wöchentlich | ein voller Korb bremst die Umwälzung |
| Boden absaugen | ein- bis zweiwöchentlich | Feinstaub, der sich abgesetzt hat |
| Wände abbürsten | monatlich | löst beginnenden Belag, bevor er haftet |
| Filter rückspülen | nach Druckanstieg | wenn der Manometerdruck deutlich steigt |
Tab. 1 - Üblicher Rhythmus in der Saison
Oberfläche und Skimmer
Alles, was auf dem Wasser schwimmt, lässt sich mit einem Zug des Keschers entfernen. Alles, was abgesunken ist, muss abgesaugt werden und hat unterwegs Nährstoffe ans Wasser abgegeben. Der Aufwandsunterschied zwischen beiden ist der Grund, warum das Abkeschern die wirksamste Minute der ganzen Poolpflege ist.
Der Skimmerkorb ist der zweite Punkt. Ist er voll, sinkt die Durchflussmenge, die Pumpe arbeitet gegen Widerstand, und die Umwälzung leidet - mit allen Folgen für die Verteilung der Chemie.
Boden und Wände
Für den Boden gibt es den Bodensauger am Teleskopstab, der über den Skimmer oder einen eigenen Anschluss an die Filteranlage angeschlossen wird. Gearbeitet wird in langsamen, überlappenden Bahnen; zu schnelles Ziehen wirbelt den Feinstaub auf, statt ihn aufzunehmen.
Die Wände brauchen seltener Aufmerksamkeit, profitieren aber vom gelegentlichen Abbürsten - besonders an Stellen mit wenig Strömung, also in Ecken und rund um die Treppe. Dort setzt sich ein Belag zuerst fest.

Poolroboter
Ein Roboter übernimmt Boden und je nach Modell auch die Wände, arbeitet mit eigenem Filter und entlastet damit die Anlage. Für ein GFK-Becken ist er gut geeignet, weil die glatte Oberfläche keine Fugen hat, in denen er hängen bleibt.
Was er nicht abnimmt, ist das Abkeschern der Oberfläche und das Leeren des Skimmerkorbs. Wer den Roboter als Ersatz für alles betrachtet, hat nach zwei Wochen trotzdem Blätter am Boden.
Rückspülen
Der Sandfilter hält zurück, was die Umwälzung ihm bringt. Mit der Zeit setzt sich das Filterbett zu, der Widerstand steigt, und das zeigt das Manometer an: Steigt der Druck deutlich über den Wert nach der letzten Rückspülung, ist es Zeit.
Beim Rückspülen läuft das Wasser rückwärts durch den Filter und trägt den Schmutz in den Ablauf. Das kostet je Vorgang mehrere hundert Liter - der Hauptgrund, warum über die Saison drei bis sechs Kubikmeter Wasser im Monat nachgefüllt werden.
Nach dem Rückspülen folgt immer ein kurzes Nachspülen, damit sich das Filterbett wieder setzt und kein aufgewirbelter Sand ins Becken gelangt.

Was dem Gelcoat schadet
Die Gelcoat-Oberfläche ist hart, aber nicht unverwüstlich. Zu vermeiden sind Scheuermittel, harte Metallbürsten und alles, was Sandkörner zwischen Werkzeug und Wand einklemmt. Ein Kratzer ist nicht nur optisch ärgerlich: Er durchtrennt die Schutzschicht und öffnet dem Wasser den Weg ins Laminat.
Für die Wasserlinie, wo sich Fett und Sonnenöl absetzen, genügt ein weicher Schwamm mit einem für Kunststoffbecken freigegebenen Reiniger. Wird der Rand jede Woche kurz abgewischt, entsteht der hartnäckige Rand gar nicht erst.
Wie oft muss ich den Pool reinigen?
Oberfläche abkeschern und Skimmerkorb leeren wöchentlich, Boden absaugen alle ein bis zwei Wochen, Wände monatlich abbürsten. Der Filter wird rückgespült, wenn der Manometerdruck deutlich über dem Wert nach der letzten Rückspülung liegt.
Lohnt sich ein Poolroboter?
Für Boden und Wände ja, besonders bei einem GFK-Becken mit seiner fugenlosen Oberfläche. Das Abkeschern der Oberfläche und das Leeren des Skimmerkorbs nimmt er nicht ab.
Womit reinige ich ein GFK-Becken?
Mit weichem Schwamm oder Bürste und einem für Kunststoffbecken freigegebenen Reiniger. Keine Scheuermittel und keine Metallbürsten: Jeder Kratzer durchtrennt die Schutzschicht und ist eine mögliche Eintrittsstelle für Wasser ins Laminat.