Polyesterpool = GFK-Pool · Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff Hersteller Größen Poolbau nach Bundesland

Wenn etwas nicht stimmt

Die meisten Probleme im Poolwasser haben zwei Ursachen und nicht zwanzig: einen pH-Wert außerhalb des Bereichs oder zu wenig Umwälzung. Wer bei jeder Störung zuerst diese beiden prüft, löst die Mehrzahl der Fälle, bevor überhaupt ein Spezialmittel ins Spiel kommt.

Trübes, milchig-grünes Poolwasser, in dem der Beckenboden nicht zu erkennen ist
Abb. 1 - Trübes Wasser ist selten ein Chemieproblem, sondern meist ein Filterproblem.

Die gemeinsame Ursache

Chlor wirkt nur bei einem pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 richtig. Liegt er darüber, ist zwar genug Chlor im Wasser messbar, aber ein Teil davon arbeitet nicht. Von dort ist es kurz zu Trübung, Belag und dem Eindruck, die Chemie funktioniere nicht.

Der zweite Punkt ist die Umwälzung. Läuft die Pumpe zu kurz oder ist der Skimmerkorb voll, verteilt sich die Chemie nicht, und der Filter bekommt nicht genug Wasser zu sehen. Beides zeigt sich zuerst dort, wo die Strömung am schwächsten ist: in den Ecken und an der Treppe.

Trübes Wasser

Milchig-trübes Wasser bedeutet Schwebeteilchen, die zu fein für den Filter sind. Die Ursachen der Reihe nach: zu kurze Umwälzzeit, ein zugesetztes Filterbett, ein zu hoher pH-Wert oder Kalkausfällung bei hartem Wasser.

Der Weg zur Lösung: pH prüfen und einstellen, Filter rückspülen, Laufzeit verlängern. Hilft das nicht, kommt ein Flockungsmittel zum Einsatz, das die feinen Teilchen zu größeren zusammenfasst, die der Sandfilter dann zurückhalten kann.

Grüner Belag

Grün heißt fast immer, dass zu wenig freies Chlor da war - oft in Verbindung mit warmem Wasser und viel Sonne. Bemerkenswert ist dabei, wie schnell es geht: Zwei heiße Tage ohne Kontrolle genügen.

Behandelt wird in dieser Reihenfolge: pH einstellen, Wände und Boden gründlich abbürsten, damit der Belag ins Wasser gelangt, dann eine Stoßchlorung, danach filtern lassen und den Boden absaugen. Das Abbürsten vor dem Chloren ist der Schritt, der am häufigsten ausgelassen wird - Chlor erreicht einen festsitzenden Belag kaum.

Kehrt Grün trotz korrekter Werte immer wieder, lohnt eine Messung der Cyanursäure. Über 50 Milligramm je Liter bindet sie das Chlor so stark, dass die Messung genug anzeigt, die Wirkung aber fehlt.

Grüner Algenbelag in einer Beckenecke, die Bürste liegt bereit
Abb. 2 - Belag zuerst abbürsten, dann chloren. Umgekehrt wirkt es kaum.

Braune und gelbe Flecken

Bräunliche Verfärbungen, besonders rund um Einlaufdüsen und Metallteile, deuten auf Metalle im Wasser hin - meist Eisen oder Mangan aus dem Füllwasser, seltener Kupfer aus der Anlage. Sie fallen aus, sobald das Wasser gechlort wird.

Hier hilft kein Chlor, sondern ein Metallentferner und anschließend Filtern. Wer sein Becken aus einem Hausbrunnen füllt, sollte das Wasser vorher untersuchen lassen: Der Eisengehalt ist der Grund, warum manches Becken schon bei der Erstbefüllung braun anläuft.

Bräunliche Metallausfällung am Beckenboden rund um eine Einlaufdüse
Abb. 3 - Metallausfällung rund um die Einlaufdüse, hier hilft kein Chlor.

Geruch und brennende Augen

Der typische „Chlorgeruch" stammt nicht von zu viel, sondern von zu wenig freiem Chlor. Was riecht, ist gebundenes Chlor - verbrauchtes Chlor, das sich mit Verunreinigungen verbunden hat. Es reizt Augen und Schleimhäute und desinfiziert nicht mehr.

Die Lösung ist deshalb kontraintuitiv: mehr desinfizieren, nicht weniger. Eine Stoßchlorung baut das gebundene Chlor ab, danach normalisiert sich der Geruch. Liegt gebundenes Chlor dauerhaft über 0,5 Milligramm je Liter, fehlt Frischwasser.

Schaum auf der Oberfläche

Schaum, der nach dem Baden stehen bleibt, stammt meist aus Rückständen von Sonnencreme, Shampoo und Pflegeprodukten oder aus zu hoch dosierten Algenmitteln. Er ist harmlos, aber ein Hinweis darauf, dass das Wasser organisch belastet ist.

Abhilfe schaffen Frischwasser, eine Stoßchlorung und, im Wiederholungsfall, eine kurze Dusche vor dem Baden. Der letzte Punkt klingt nach einem Scherz, halbiert aber den Eintrag messbar.

Warum ist mein Poolwasser trüb?

Meist wegen zu kurzer Umwälzzeit oder eines zugesetzten Filters, seltener wegen eines zu hohen pH-Werts oder Kalkausfällung. Der Weg: pH einstellen, Filter rückspülen, Laufzeit verlängern, im hartnäckigen Fall flocken.

Was tun bei grünem Wasser?

pH auf 7,0 bis 7,4 einstellen, Wände und Boden gründlich abbürsten, dann eine Stoßchlorung, danach filtern und absaugen. Das Abbürsten vor dem Chloren ist entscheidend, weil Chlor einen festsitzenden Belag kaum erreicht.

Woher kommen braune Flecken im Becken?

Von Metallen im Wasser, meist Eisen oder Mangan aus dem Füllwasser. Sie fallen beim Chloren aus. Hier hilft ein Metallentferner und anschließendes Filtern, nicht mehr Chlor.

Warum riecht das Wasser nach Chlor, obwohl ich wenig dosiere?

Weil der Geruch von gebundenem, also verbrauchtem Chlor stammt. Es fehlt freies Chlor. Eine Stoßchlorung baut das gebundene Chlor ab; bleibt es dauerhaft über 0,5 Milligramm je Liter, fehlt Frischwasser.

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