Die Beleuchtung
Ein beleuchtetes Becken verlängert den Tag um mehrere Stunden - und es ist die einzige Ausstattung, die fast nichts kostet und trotzdem den Eindruck der ganzen Anlage verändert. Die Entscheidung fällt allerdings früher, als die meisten denken: beim Kauf des Beckens.

Wozu Licht im Becken
Zwei Gründe, und der zweite wird meist erst später wichtig. Der erste ist die Optik: Ein von innen beleuchtetes Becken wirkt am Abend wie ein Gestaltungselement, während ein dunkles Becken ein schwarzes Loch im Garten ist.
Der zweite ist Sicherheit. Wer abends im Becken ist oder Kinder im Garten hat, sieht mit Licht, was im Wasser passiert. Das gilt besonders bei dunkel ausgekleideten Becken, in denen ohne Beleuchtung schon in der Dämmerung nichts mehr zu erkennen ist.
Einbau oder Nachrüstung
Einbauscheinwerfer sitzen in der Beckenwand: Ein Einbautopf wird beim Bau gesetzt, die Blende schließt bündig ab. Das ist die saubere Lösung ohne sichtbare Kabel und die einzige, die wirklich gut aussieht. Sie setzt aber voraus, dass das Becken die Öffnung ab Werk hat.
Nachrüstlösungen hängen über den Beckenrand, sitzen mit Magneten an der Wand oder schwimmen als Kugeln auf dem Wasser. Sie brauchen keine Öffnung und keine Leitung, sind entsprechend günstig - und sichtbar. Für ein bestehendes Becken sind sie die einzige Möglichkeit, für ein neues eine Notlösung.

Was es kostet
Die Spanne ist groß und beginnt sehr niedrig. Im österreichischen Handel reichen die Preise für Poolscheinwerfer von rund 30 bis über 360 Euro, wobei einfache Nachrüstleuchten am unteren Ende liegen und Einbauscheinwerfer mit Trafo und Steuerung am oberen.
Zu den Gerätekosten kommt beim Einbauscheinwerfer die Installation: Leerrohr, Kabel, Trafo und der Anschluss durch den Elektriker. Wer das beim Bau mitmacht, zahlt wenig; wer es nachrüstet, gräbt.
Zur Größenordnung der Technik: Ein üblicher Scheinwerfer arbeitet mit 12 Volt und leuchtet eine Fläche von rund 20 Quadratmetern aus. Bei einem Becken von sechs mal drei Metern genügt damit rechnerisch ein Scheinwerfer - zwei verteilen das Licht allerdings deutlich gleichmäßiger und vermeiden den Schlagschatten hinter der Treppe.
Was beim Beckenkauf entschieden wird
Wie bei Gegenstromanlage und Massagedüsen gilt: Die Öffnung für einen Einbauscheinwerfer wird im Werk laminiert. Nachträglich in die tragende Wand eines GFK-Beckens zu schneiden ist möglich, aber ein Eingriff mit Folgen für Dichtheit und Garantie.
Wer unsicher ist, bestellt das Becken mit Öffnung und setzt die Leuchte später - eine verschlossene Öffnung ist kein Problem, eine fehlende schon. Und in jedem Fall gehört ein Leerrohr vom Becken zum Technikschacht in den Graben, solange er offen ist.
Weiß oder Farbe
Warmweißes Licht lässt das Wasser natürlich wirken und ist das, was in den meisten Gärten gut aussieht. Kaltweiß wirkt technischer und betont die Klarheit des Wassers. Farbwechsler mit RGB-Technik sind beliebt, werden aber erfahrungsgemäß nach der ersten Saison meist auf einer Farbe belassen - meistens Weiß.
Was die Wirkung stärker beeinflusst als die Lichtfarbe: die Farbe des Beckens. In einem weißen Becken streut das Licht und die ganze Wanne leuchtet; in einem anthrazitfarbenen bleibt es punktuell und wirkt dramatischer.
Sicherheit und Strom
Poolbeleuchtung arbeitet mit Schutzkleinspannung, üblich sind 12 Volt über einen Trafo außerhalb des Beckenbereichs. Der Anschluss gehört zum Elektriker - nicht aus Formalität, sondern weil Wasser und Strom hier ohne Puffer zusammentreffen.
Beim Verbrauch spielt die Beleuchtung keine Rolle: Praktisch alle heutigen Poolscheinwerfer sind LED, und selbst leistungsstarke Modelle liegen im Bereich weniger Dutzend Watt. Gegenüber der Filterpumpe mit rund 175 Euro Stromkosten je Saison fällt das nicht ins Gewicht.

Was kostet eine Poolbeleuchtung?
Im österreichischen Handel liegen Poolscheinwerfer zwischen rund 30 und über 360 Euro. Einfache Nachrüstleuchten sind günstig, Einbauscheinwerfer mit Trafo und Steuerung liegen am oberen Ende - dazu kommt beim Einbau die Installation durch den Elektriker.
Kann ich Poolbeleuchtung nachrüsten?
Als Aufhänge-, Magnet- oder Schwimmleuchte jederzeit. Ein Einbauscheinwerfer braucht eine Öffnung in der Beckenwand, die bei einem GFK-Becken im Werk laminiert wird - nachträglich zu schneiden ist ein Eingriff mit Folgen für Dichtheit und Garantie.
Wie viele Scheinwerfer braucht ein Becken?
Ein üblicher Scheinwerfer leuchtet rund 20 Quadratmeter aus, für ein Becken von sechs mal drei Metern genügt rechnerisch einer. Zwei verteilen das Licht gleichmäßiger und vermeiden den Schatten hinter der Treppe.