Die Gegenstromanlage
Eine Gegenstromanlage verwandelt ein kleines Becken in eine Schwimmstrecke ohne Ende. Für Grundstücke, auf denen kein Becken von acht Metern Platz hat, ist sie die einzige Möglichkeit, tatsächlich zu schwimmen statt nur zu baden - vorausgesetzt, sie wird früh genug eingeplant.

Wozu sie gut ist
Ein Fertigbecken von sechs mal drei Metern erlaubt kein Schwimmen im eigentlichen Sinn: Nach drei Zügen kommt die Wand. Eine Gegenstromanlage erzeugt eine Strömung, gegen die auf der Stelle geschwommen wird - je nach Leistung von gemütlich bis fordernd.
Der zweite, weniger beworbene Zweck ist die Massagewirkung. Die Düse lässt sich meist so richten, dass der Strahl auf Nacken oder Rücken trifft. Wer die Anlage einmal hat, nutzt sie erfahrungsgemäß häufiger dafür als zum Schwimmen.
Was sie kostet
Für Österreich wird eine Gegenstromanlage mit rund 1.350 Euro angegeben - das ist der Gerätepreis ohne Einbau. Dazu kommen die Montage, der elektrische Anschluss und, bei einem Fertigbecken, der Umstand, dass die Öffnung ab Werk vorhanden sein muss.
Damit liegt sie im mittleren Bereich der Ausstattungsliste: teurer als Beleuchtung oder Solarfolie, deutlich günstiger als eine Wärmepumpe oder ein Unterflurrollo.
Warum sie beim Bau geplant wird
Eine Einbau-Gegenstromanlage braucht eine große Öffnung in der Beckenwand, dazu Leitungen und eine eigene Stromzuleitung. Bei einem GFK-Becken wird diese Öffnung im Werk laminiert - nachträglich bedeutet sie einen Schnitt in die tragende Wand, mit allen Folgen für Statik und Garantie.
Deshalb ist die Gegenstromanlage neben dem Unterflurrollo und der Massagedüse einer der Punkte, die vor der Beckenbestellung entschieden sein müssen. Wer sie für möglich hält, ohne sicher zu sein, lässt zumindest die Leerrohre legen - das kostet beim Bau wenig und spart später den halben Garten.

Einbau oder Anhängemodell
Neben der Einbauvariante gibt es Anhängemodelle, die über den Beckenrand gehängt werden. Sie brauchen keine Öffnung, keine Verrohrung und lassen sich nachrüsten - das ist ihr einziger, aber gewichtiger Vorteil.
Dagegen stehen eine schwächere Strömung, ein sichtbares Gerät am Beckenrand und ein deutlich höherer Geräuschpegel, weil Pumpe und Technik nicht im Schacht sitzen. Wer die Wahl hat, nimmt die Einbauvariante; wer ein bestehendes Becken hat, nimmt das Anhängemodell oder verzichtet.

Stromverbrauch
Eine Gegenstromanlage bewegt große Wassermengen und braucht dafür eine kräftige Pumpe - deutlich mehr Leistung als die Umwälzpumpe der Filteranlage. Der entscheidende Unterschied ist die Laufzeit: Die Filterpumpe läuft acht Stunden täglich, die Gegenstromanlage vielleicht zwanzig Minuten.
Über die Saison fällt sie deshalb kaum ins Gewicht, obwohl die Anschlussleistung hoch ist. Was zählt, ist die Zuleitung: Sie muss für diese Leistung ausgelegt sein, und das ist der Punkt, an dem nachträgliche Installationen scheitern.
Was kostet eine Gegenstromanlage?
In Österreich rund 1.350 Euro für das Gerät, ohne Einbau. Dazu kommen Montage und elektrischer Anschluss sowie beim Fertigbecken die Bedingung, dass die Öffnung ab Werk vorhanden ist.
Kann ich eine Gegenstromanlage nachrüsten?
Als Einbauvariante praktisch nicht: Sie braucht eine große Öffnung in der tragenden Beckenwand, die bei einem GFK-Becken im Werk laminiert wird. Nachrüstbar sind nur Anhängemodelle mit schwächerer Strömung und höherem Geräuschpegel.
Lohnt sich eine Gegenstromanlage im kleinen Becken?
Genau dort am ehesten. In einem Becken von sechs mal drei Metern ist Schwimmen sonst nicht möglich - nach drei Zügen kommt die Wand. Die Anlage ersetzt die fehlende Länge.